Sicht der Dinge
Was meine ich mit Sicht der Dinge? Vielleicht erklärt es sich aus dem folgenden Text. In gewissen Bereichen funktionieren meine Erinnerungen mehr als gut und so fällt es mir nicht schwer mich wieder an meine Kindheit zu erinnern und noch einmal von damals aus gesehen vieles Revue passieren zu lassen.
Wenn ich versuche mich an alles zu erinnern was mit psychischen Störungen bei Menschen zu tun hat und das bis in die Zeit in der ich mit meinen Forschungen begonnen habe, fällt mir vor allem auf das ich gar nicht erst anfangen möchte von den unterschiedlichen Graden der schwere eine Psyche zu schreiben. Immerhin, ich bin ja auch kein Psychologe.
Schon als Jugendlicher wurde ich als Seelsorger Gleichaltriger aber auch von Menschen die jünger oder wesentlich älter waren als ich angesehen. Irgendwie schaffte ich es auch sehr oft vielen von ihnen die zu mir kamen mit ihren emotionalen Sorgen zu helfen.
Was mir allerdings schon damals auffiel war, dass die Hilfe nie lange vorhielt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung von Psychologie und möchte auch Heute nicht behaupten das ich mit jemandem mithalten kann der diese Wissenschaft studiert hat. Bitte, dass folgende nicht falsch verstehen, dass möchte ich auch nicht. Da ich aus persönlich Erfahrung erkannt habe das mein Gehirn mit diesem Wissen würde arbeiten wollen und mir dadurch auch vieles verloren gehen würde. Was im Einzelnen, darauf werde ich später noch eingehen.
Als ich 14 Jahre alt war verstarb ein Arzt in unserer Stadt und weil ich zu diesem Zeitpunkt mich wirklich als Bücherwurm bezeichnen konnte, hatte ich in Anführungsstrichen „Glück“, dass als der Hausrat dieses Arztes versteigert wurde mich mein Großvater dorthin begleitete um zu sehen was es an interessanten Dingen gab. Der Arzt hatte viele Bücher in seinem Besitz wie Abenteuerromane die mich sehr interessierten doch diese waren zu Bündeln zusammen gebunden in denen auch wissenschaftliche Werke waren. Mein Großvater ersteigerte mehrere von diesen Bündeln. Um es kurz zu machen, mein Taschengeld war nicht unbegrenzt und die Romane bald gelesen. So kam es, weil ich zwingend etwas zu lesen brauchte ( Ja, ich war Bücher süchtig, Spaß ) das ich versuchte die wissenschaftlichen Bücher zu lesen und zu verstehen. Was mir allerdings nicht gelang. Abermals half mir mein Großvater der mir in Hannover ein Medizinisches Lexikon und ein Fremdwörter Lexikon kaufte. ( Für die damalige Zeit und mein Verständnis, für ein Vermögen )
Mit Hilfe dieser Bücher konnte ich dann in die Welt der Wissenschaften eintauchen. Es wäre zu weitschweifig zu erklären was ich damals alles lass und auch verstand.
Eines stand jedenfalls fest, ich verstand das Denken und Handeln der Menschen danach besser.
Zuhören hatte ich schon früher gelernt, sogar das verstehen, so machte ich mir damals keine Gedanken darüber und lebte weiter vor mich hin und versuchte immer anderen zu helfen. Um ehrlich zu sein über meine Erfolge freute ich mich und auch darüber das die Situationen und aufgaben schwerer wurden in denen ich helfen konnte. Das bitte ich nicht falsch zu verstehen, ich freute mich darüber helfen zu können und nicht über die Gründe und Ursachen.
Um wieder auf die „Sicht der Dinge“ zurück zu kommen und meine Erinnerungen muss ich gestehen, dass aus meiner heutigen Sicht, jede Störung die in einem Menschen vorliegt, ein linearer Prozess ist der durch ein bestimmtes, nie gleiches Ereignis, erst offen zu Tage tritt.
Ehrlich ein Beispiel zu finden ist nicht so leicht, um es aber einfach zu machen, schreibe ich es anhand der Fasses noch einmal auf. Unser Leben ist wie das Wasser das ein Fass füllt und der berühmte Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt, ist der Anfang des offenen Ausbruches der Störung.